Chronik

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Vom Steinbacher Sängerbund zum Gesangverein Frohsinn

Chronik in Zahlen    

 

 

 

 Und nun für alle, die es genauer wissen wollen........

                  Es begann mit einer nicht alltäglichen Fusion.

Eine seit etwa 1841 bestehende Sonntagsschule verband sich mit einer Selbsthilfeeinrichtung Erwachsener, dem Arbeiter-Krankenunterstützungs-Verein. Maßgeblichen Einfluss übte Schulleiter Johann Kromm aus, der Leiter beider Einrichtungen war. So entstand 1841 der Sängerbund Steinbach.

Um 1870 stellte der Verein seine Tätigkeit ein. Erst als man 1877 das Fahnentuch wiederfand, war dies Anlass für junge Steinbacher, sich zum Sängerbund Teutonia neu zu formieren.

Die weitere Entwicklung des Chorgesanges in Steinbach ist mehr als verwirrend. Man trennte sich, es gab für ca. 6 Jahre zwei Chöre, "Teutonia" und "Treue", dann fand man sich anlässlich eines gemeinsamen Konzertes im August 1892 in der St. Georgskapelle wieder. Bald jedoch gab es erneut Streit (Thema war jedes Mal der Beitritt zum Deutschen Sängerbund), die Gegner traten aus dem Verein aus und gründeten am 26. Dezember 1892 den "Arbeitergesangverein Edelstein".

Im Juni 1897 schlossen sich die 1878 erstmalig Erwähnung findenden Kerweborsche mit Teilen des Sängerbund Treue und Teutonia zusammen und gründeten das "Männerquartett". Dieser zweite Aderlass innerhalb von 5 Jahren führte erneut zur vorübergehenden Selbstauflösung des Sängerbundes. Erst ab 1906 erlebte der aus Anlass des 65jährigen Bestehens wiederentstandene Verein, der sich nun wieder "Sängerbund Teutonia" nannte, eine weitere Blütezeit. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Steinbach, nachdem auch die Turngesellschaft bis 1907 einen als "Sängerriege" getarnten Chor unterhielt, vier Männerchore. Und dies bei einer Einwohnerzahl von 821 Personen in Steinbach.

Die wiederauflebenden Aktivitäten nach dem 1. Weltkrieg führten zu Annäherungen zwischen dem Sängerbund Teutonia und dem 1892 abgesplitterten "Arbeitergesangverein Edelstein". Am 20. Mai 1922 schlossen sich beide Vereine als "Freie Sängervereinigung" zusammen. Mit 110 aktiven Sängern entstand damals der größte Männerchor im weiten Umkreis. 1924 wurde dem Verein noch ein 40köpfiger Frauenchor angegliedert. Der dem Deutschen Arbeiter-Sängerbund angeschlossene Verein wurde 1933 verboten. Viele Sänger stießen während der folgenden Jahre zum "Männerquartett", das auch während der NS-Zeit fortbestand.

Im Februar 1946 schlossen sich das kurzfristig unter Vermögenskontrolle stehende Männerquartett und ehemalige Angehörige der 1933 aufgelösten Freien Sängervereinigung unter der Vereinsbezeichnung "Sängervereinigung" zusammen. Bereits 1946 kam es zur Entflechtung. Das "Männerquartett" behielt seine Selbständigkeit und die Nachfolger der "Freien Sängervereinigung" gründeten den "Gesangverein Frohsinn".

(Quelle: "Die ehemaligen Steinbacher Gesangvereine" von Manfred Hundt)

 

 

 

 

 

 

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